Welche Arbeitszeitmodelle gibt es?

Jeder Arbeitnehmer legt für seine Angestellten die tägliche Arbeitszeit fest, die im Arbeitsvertrag niedergeschrieben wird. Dabei spielen die verschiedenen Modellvarianten eine wichtige Rolle. Diese befassen sich mit der Gestaltung der Arbeitszeit und regeln sie. Doch welche Modelle gibt es überhaupt? Mit dieser Fragestellung befasst sich der nachfolgende Artikel und gibt einen interessanten Überblick.

Die einzelnen Modelle im Überblick

Die Arbeitszeiten müssen durch den Arbeitnehmer festgelegt werden. Diese wiederum sind Bestandteil des Arbeitsvertrages. Durch diesen Vorgang erhalten sowohl der Arbeitnehmer als auch der Arbeitgeber Planungssicherheit. Zugleich kann der Arbeitsvertrag bei Unstimmigkeiten zurate gezogen werden. Diese betriebliche Erfassung der zu leistenden Arbeitsstunden wird als Arbeitszeiterfassung bezeichnet. Auf dem Arbeitsmarkt haben sich viele unterschiedliche Arbeitszeitmodelle etabliert, die sich in die am häufigsten angewandten und die flexiblen Varianten unterteilen lassen.

Die bekannten Modelle der Arbeitszeiteinteilung

Vollzeitarbeit:

Bei dieser Modellvariante wird die Arbeitszeit gleichmäßig auf fünf Tage in einer Woche aufgeteilt. Die Anzahl der zu leistenden Wochenstunden beträgt mindestens 38 Stunden und kann bis zu 40 Stunden betragen.

Teilzeitarbeit:

Wie der Name dieses Arbeitszeitmodells suggeriert, wird die Arbeitszeit pro Woche gegenüber der Vollzeitarbeit gekürzt. Häufig werden die Arbeitsstunden so aufgeteilt, dass der Arbeitnehmer nur an bestimmten Wochentagen seinen Dienst leisten muss.

Minijob:

Bei einem Minijob beträgt der monatliche Verdienst 520 Euro. Bei dieser Art von Anstellung handelt es sich um eine geringfügige Beschäftigung, die oftmals als Nebenjob genutzt wird.

Gleitzeitarbeit:

Dem Arbeitnehmer wird eine Kernarbeitszeit genannt, an dieser die Tätigkeit in jedem Fall ausgeübt werden muss. Für die restliche Arbeitszeit steht es dem Arbeitnehmer frei, seine Stunden selbst einzuteilen.

Schichtarbeit:

Der Name ist Programm. Die zu leistenden Arbeitsstunden werden in unterschiedliche Schichten aufgeteilt. Diese Schichten haben eine eigene Bezeichnung inne und sind bekannt als Früh-, Tages-, Nacht- und Spätschicht.

Rufbereitschaft:

Viele Arbeitszeitmodelle beinhalten lediglich eine Stundenaufteilung. Eine Anpassung an die Schwankungen im Auftragswesen ist aber nur bei der Rufbereitschaft vorgesehen. Sie wird dazu eingesetzt, den Mitarbeiter auf Abruf an den Arbeitsplatz bestellen zu können. In den meisten Fällen vereinbaren Arbeitgeber und Arbeitnehmer eine Mindestarbeitszeit.

Telearbeit:

Bei diesem Modell arbeiten die Arbeitnehmer innerhalb von verschiedenen Standorten aus. Der Arbeitsplatz ist nie der Gleiche und wechselt unentwegt.

Arbeitszeit auf Vertrauen:

Die Vertrauensarbeitszeit ist eine besondere Form, denn die Basis ist das gegenseitige Vertrauen zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Der Arbeitnehmer kann sich seine Arbeitszeit selbst einteilen und kann dieses durch seine Arbeitsergebnisse nachweisen.

Die flexiblen Modelle der Arbeitszeiteinteilung

Job-Sharing:

Bei diesem Arbeitszeitmodell ist es üblich, dass sich zwei Arbeitnehmer eine Vollzeitstelle teilen. Die Einteilung der Arbeitsstunden übernehmen die beiden Mitarbeiter selbstständig.

Homeoffice:

Das Homeoffice hat in den letzten Jahren einen regelrechten Aufwind erfahren und gilt als das flexibelste Arbeitszeitmodell. Die Arbeitsstunden werden von zu Hause aus erbracht, was eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf ermöglicht.

Sabbatical:

Die bekannten Arbeitszeitmodelle sehen die Sabbatical-Variante nicht vor. Üblicherweise werden Arbeitsstunden mit einem entsprechenden Lohn vergütet. Beim Sabbatical hingegen werden die Überstunden mit Freizeit ausgeglichen.

Die Bedeutung der Arbeitszeit

Die einzelnen Arbeitszeitmodelle geben Aufschluss darüber, wie lang ein Arbeitnehmer arbeiten muss und an welchen Wochentagen die Stunden zu leisten sind. Gleichzeitig bilden die einzelnen Modellvarianten die Grundlage für die Arbeitszeiterfassung. Durch die Zeiterfassung erhält jeder Arbeitgeber eine Übersicht und Auswertung über die geleisteten Arbeitsstunden sowie Krankheits- und Urlaubstage. Mit der Arbeitszeiterfassung wird Unternehmern ein wichtiges Werkzeug an die Hand gegeben, um zukunftsorientiert zu agieren.

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