Kartenspiele sind beliebt bei Klein und Gross

Kartenspiele kennen die meisten Menschen aus ihrer Kindheit. Vor allem bei Kindern sind Kartenspiele beliebt, da die Regelungen meist simpel sind und die Karten leicht mitgenommen werden können. Doch woher stammen Kartenspiele eigentlich?

Ursprung der Spielkarten

Diesen führt man nach Ostasien zurück, wo bedruckte Kartonplättchen anfangs für mystische Zwecke und später zum Spielen genutzt wurden. In Korea wird die erste Spielkarte um das zwölfte Jahrhundert nachgewiesen. 

Ab dem 13. Jahrhundert verbreiteten sich die Kartenspiele in Europa, über Frankreich bis in die deutschen Regionen. Bekannt sind aus dieser Zeit zum Beispiel die Spiele Bassette, L´Hombre und Piquet. 

Zu Beginn handelte es sich durch die Handhabung der Karten wohl um Glücksspiele und weniger um Gesellschaftsspiele. Die Karten wurden nicht aufgefächert, sondern zusammengeklappt in der Hand gehalten. 

Durch die handliche Größe und das leichte Gewicht wurden die Kartenspiele ab dieser Zeit zum oftmals gesehenen Begleiter und erheiterten so manche Lagerfeuerrunde. Auch um Streitthemen zu schlichten oder um sich zu messen, fanden Kartenspiele einen beliebten Einsatz. Mit der Zeit wurden immer mehr Spiele mit Karten entwickelt und die Karten angepasst. So änderte sich neben der Farbgebung auch die Ansicht. Bei neueren Kartenspielen haben die Karten ihre Symbole zumeist in allen Ecken, dies hat den Vorteil, dass die Karte auf halb verdeckt oder auf dem Kopf erkannt werden kann.

Die Spielkartensteuer wurde 1538 eingeführt und erhielt im Jahr 1879 als Steuer vereinheitlicht. Die Steuer wurde auf bis zu 26 Millionen Mark pro Blatt gesteigert und erst am 1. August 1939 abgeschafft. 

Was gleichgeblieben ist, sind die Symbole von König, Dame, Bube, Ass bis hin zur Zahlenkarte. 

Dabei sind diese nicht zufällig gewählt, sondern bestimmten Persönlichkeiten gewidmet und haben damit in all der Zeit ihr Aussehen kaum geändert. 

Kreuz König wurde zum Beispiel Alexander dem Großen gewidmet. Der Herzkönig steht für Karl der Große, die Pik-Dame gilt Athene der Göttin der Weisheit, die Kreuz-Dame steht für das Sinnbild von Juno Regina, der römischen Hauptgöttin. Daneben gibt es noch den Kreuz Bube als Laneclot und den Karo Bube der für Hektor von Troja steht. Selbst Julius Caesar wurde als Karo König verewigt. 

Je nach Region und Land können die Berühmtheiten auf den Kartendecks abgewandelt erscheinen. So findet man bei dem deutschen Blatt zum Beispiel Wilhelm Tell als Bildgeber.

So beliebt Kartenspiele auch heute noch sind, das war nicht immer so. Die Kartenspiele brachten viele Spielschulden mit sich, denn zumeist wurde um Hab und Gut gespielt. In manchen Städten und Regionen wurden Kartenspiele verboten und nur im geheimen abgehalten. Wie schon damals gibt es auch heute noch Unterschiede in der Herstellung. Es gibt handgemalte Karten so wie auch im Jahr 1427, wo diese dem Adel vorbehalten sind, ist auch heute der Preis exklusiv.

Daneben gibt es Spielkarten auf jedem denkbaren Untergrund. Selbst aus Glas, Metall oder Holz. 

Interessant zu wissen

Die gängigen Karten werden bei ihrem Druck in zwei Farben aufgeteilt, sie laufen unter dem Namen Two-Color-Decks. Dabei ist Karo, Kreuz und Pik dunkel gehalten und Herz sticht in Rot hervor. Daneben gibt es auch die Four-Color-Decks, bei diesen hat jedes Symbol eine andere Farbgebung. Im Handgebrauch hat sich dies nicht durchgesetzt, im Onlinespielen wie dem Onlinepoker hingegen schon.

Die bekanntesten Farben sind bis heute geblieben und gelten als das Französische Blatt.

KreuzHerzKaroPik
TréfleCoeurCarreauPique

Zum Vergleich das weniger bekannte deutsche Blatt.

KreuzHerzKaroPik
EichelHerzSchellenLaub

Die Kartenspiele wurden nach einiger Zeit wieder erlaubt und sind bis heute in allen gängigen Ausführungen erhältlich. Typische vorgepackte Decks sind dabei zum Beispiel das Rommé, Patience, Bridge, Poker, Baccara, Skat, Doppelkopf, Tarot und vieles mehr. Beim Kauf eines Kartenspieles ist dieses zumeist in einer Klarsicht-Verpackung eingeschweißt. Dies gilt bei offiziellen Spielen als Beleg, dass die Karten nicht verfälscht – gezinkt, sind.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.